Beim Hartlöten handelt es sich um ein Verfahren zum Verbinden von Metallen, bei dem ein Zusatzmetall bei über 450 °C verwendet wird, um Werkstücke zu verbinden. Im Gegensatz zum Schmelzschweißen wird das Grundmetall beim Löten nicht geschmolzen, sondern nur so weit erhitzt, dass sich das geschmolzene Zusatzmetall daran haftet und eine starke Verbindung entsteht.
Das Verfahren bietet mehrere Vorteile: die Möglichkeit, unterschiedliche Metalle zu verbinden, eine geringere Verformung der Werkstücke und eine starke und langlebige Verbindung.
Metallförderbänder kommen in zahlreichen Anwendungen zum Einsatz, darunter bei der Herstellung von Elektronikkomponenten, Kühlsystemen, Abgasanlagen für Kraftfahrzeuge, in der Luft- und Raumfahrt sowie in vielen anderen Industrien, in denen hochwertige Metallverbindungen erforderlich sind.
Das Förderband hält die Werkstücke während des Erhitzungs- und Abkühlvorgangs in Position und verhindert ein Verrutschen oder Verformen.
Das verwendete Metallband muss folgende Eigenschaften aufweisen:
- Hitzebeständigkeit: Da beim Hartlöten Wärme eingesetzt wird, muss das Drahtgeflecht hohen Temperaturen standhalten, ohne sich zu verformen oder unerwünschte Stoffe abzugeben.
- Gute Wärmeleitfähigkeit: Das Drahtgeflecht muss eine gute Wärmeleitfähigkeit besitzen, um eine effiziente Wärmeübertragung während des Lötvorgangs zu ermöglichen.
- Mechanische Festigkeit: Das Drahtgeflecht muss ausreichend stabil und steif sein, um die Werkstücke während des Erhitzens und Abkühlens an Ort und Stelle zu halten, ohne sich zu verformen oder zu brechen.
Bei Campbelt fertigen wir Spiralförderbänder mit Verstärkungsstäben und seitlichen Verstärkungen (ARR) sowie Förderbänder mit geschweißten Spiralstäben (DRS).
Diese Metallförderbänder zeichnen sich durch zwei Eigenschaften aus, die sie ideal für diese Anwendung machen:
- Hohe Zugfestigkeit
- Geringer Wärmeenergieverbrauch
Die hohe Zugfestigkeit der konstruierten Struktur ermöglicht die Auswahl eines kleineren Drahtdurchmessers als bei anderen Bändern, wodurch mit weniger Material die gleiche Festigkeit erreicht wird. Dies führt zu einer Einsparung von Wärmeenergie während der Heiz- und Kühlzyklen der Anlage.
Die am häufigsten für das Hartlöten verwendeten Materialien sind:
AISI 314 – Legierung, die häufig für Temperaturen bis zu 1150 ºC verwendet wird. Sie weist gute mechanische Eigenschaften bei hohen Temperaturen sowie eine gute Beständigkeit gegen Oxidation und Aufkohlung auf, vorausgesetzt, sie wird nicht in korrosiven Umgebungen im Temperaturbereich zwischen 700 ºC und 900 ºC eingesetzt, da sie dort anfällig für die Karbid-Ausscheidung ist.
AISI 330 – Legierung mit einem Nickelgehalt von 37 % und einem Chromgehalt von 17 %, wobei die restlichen Bestandteile ähnliche Anteile wie beim AISI 314 aufweisen. In den meisten Anwendungen ist dieses Material beständiger gegen Oberflächenoxidation, da sich bei Hitze eine dünne Schutzschicht aus Cr- und Si-Oxiden bildet, die den Draht schützt.
Weitere Materialien können je nach Kundenspezifikation verwendet werden.